Streetwork in Tempelhof-Schöneberg

Drogen- und Alkoholgebrauch, ebenso wie Drogenhandel, sind an öffentlichen Orten wieder präsenter und werden von Anwohnenden und Gewerbetreibenden stärker als problematisch wahrgenommen. Mit unserem Angebot der aufsuchenden Straßensozialarbeit sind wir Ihr Ansprechpartner auch bei ganz konkreten Nutzungskonflikten und vermitteln zwischen allen beteiligten Personengruppen. 

Sie haben die Folgen einer wachsenden Stadt schon in Ihrer direkten Umgebung miterlebt – wohnungslose Menschen, die in Ihrem Treppenhaus übernachten oder dort Alkohol oder Drogen konsumieren? Eventuell haben Sie sogar Müll oder benutzte Spritzen gefunden? Uns ist bewusst, dass diese Situation bei Ihnen Ärger und auch ein Unsicherheitsgefühl hervorrufen kann. Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns, gemeinsam mit Ihnen schätzen wir die Situation vor Ort ein, erarbeiten ggf. Lösungsstrategien und unterstützen Sie im weiteren Verlauf.

Wir unterstützen auch Menschen in schwierigen Lebenslagen direkt auf der Straße. Wir sind mit allen Angeboten des Gesundheitssystems und den Behörden im Bezirk vernetzt. Leider ist es nicht immer möglich erkrankte Menschen in passende Unterstützungsangebote zu vermitteln – oft fehlt es an freien Plätzen oder den nötigen Papieren.

Die Probleme einer wachsenden Stadt können wir nicht allein lösen – aber wir möchten mit Ihnen gemeinsam Teil der Lösung sein!

Das Angebot wird in enger Zusammenarbeit mit Suchthilfekoordination des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg durchgeführt und wird aus bezirklichen Mitteln finanziert.

Leitung

Andrea Piest

Genthiner Straße 48
10785 Berlin
T: 030 233 240 200
F: 030 233 240 212
streetwork-ts@notdienstberlin.de

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Was kann ich tun, wenn ich eine Spritze in meinem Hausflur/ vor meinem Geschäft finde?

Um eine Verletzung zu vermeiden, bitte die Spritze niemals mit der bloßen Hand aufnehmen. Benutzen Sie dafür ein Hilfsmittel (Pinzetten, Handgreifer, Schutzhandschuhe). Deponieren Sie die Spritze danach am besten in einem kleinen Behälter mit Deckel, bevor Sie sie dann im Müll entsorgen.

Wie kann ich helfen, wenn ich bei einer leblosen Person eine Überdosis vermute?

Überdosierungen können zu akuter Atemlähmung führen und tödlich verlaufen. Oft ist es schwer zu erkennen, ob jemand akut überdosiert ist oder einfach nur weggetreten. Sprechen Sie die bewusstlose Person an und versuchen Sie, sie wachzuhalten. Rufen Sie den Rettungswagen unter 112! Bei fehlendem Puls oder Atmung sind Wiederbelebungsmaßnahmen wichtig!

Was mache ich, wenn Drogen in meinem Treppenhaus konsumiert werden?

Sprechen Sie die Person am besten direkt an. Vermeiden Sie dabei aggressives Verhalten. Fordern Sie bestimmt, aber respektvoll die Konsumutensilien wieder mitzunehmen. Bitten Sie die Person freundlich, nicht hier zu konsumieren und verweisen Sie z.B. auf die nächste Anlaufstelle zum geschützten Drogenkonsum oder anderen Hilfsangeboten. Sprechen Sie mit Ihrer Hausverwaltung oder kontaktieren Sie uns!

Wie verhalte ich mich, wenn ich Gewalt beobachte?

Ihr eigener Schutz steht immer im Vordergrund. Je nach Situation können Sie die Polizei unter 110 verständigen, laut um Hilfe rufen oder z.B. aktiv andere Passant*innen um Unterstützung bitten. Jede Hilfe ist besser als einfach vorbei zugehen.

Vor meinem Geschäft treffen sich jeden Abend Menschen und trinken Alkohol oder konsumieren Drogen – wie kann ich damit umgehen?

Ruhestörung ist für alle Menschen ein Ärgernis. Sie haben selbstverständlich die Möglichkeit die Polizei zu informieren oder das Grünflächen- bzw. Ordnungsamt. Sprechen Sie uns gerne an, wir können auch gezielt Ortsbegehungen durchführen.

Ich werde täglich von den gleichen Personen um Geld gebeten, was kann ich dagegen tun?
Starker Suchtdruck kann dazu führen, dass manche Konsument*innen ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen, sondern nur noch das Geld, um sich Drogen zu kaufen. Manchmal hilft ein kurzes Gespräch um sich als Anwohnende vorzustellen. Auch tägliches Grüßen lässt Sie im Gedächtnis bleiben.

Ich fühle mich als Anwohner*in oder gewerbetreibende Person mit der Situation vor Ort alleine gelassen.

Informieren Sie unsere Streetworker*innen oder die bezirkliche Suchthilfekoordination über Probleme in Ihrem Haus oder Wohnumfeld. Werden Sie aktiv. Wir helfen Ihnen!

Ich habe mich an einer benutzen Spritze gestochen – ist das gefährlich?

Die Ansteckungsgefahr ist sehr gering! Eine HIV Infektion durch getrocknete Blutreste auf Injektionsnadeln ist so gut wie ausgeschlossen, möglich wäre jedoch eine Infektion mit Hepatitis B und C.

Wo finde ich mehr Infos?

Informieren Sie sich in unserer Broschüre oder sprechen Sie uns direkt an unter den angegebenen Kontaktdaten.